Immer mehr Krankenhäuser erlauben Smartphones

Früher war das Telefonieren und Surfen im Klinikbett ein Tabu. Heute sind Handy und WLAN für viele nicht mehr wegzudenken.

In OP-Sälen und Bereichen mit sensiblen Geräten, seien Handys weiterhin untersagt, um eine Störung der Medizintechnik auszuschließen. Viele Krankenhäuser werden jedoch kulanter was die Nutzung von Smartphone und Tablet angeht, einige Kliniken bieten bereits WLAN-Hotspots an oder eine Mobilfunk-Flatrate. Der Allgemeine Patienten-Verband in Marburg sieht das Angebot als „hilfreich für die Gesundung“ an, laut Focus.

Auch in Berliner Krankenhäusern ist die Digitalisierung des Krankenhausalltags auf dem Fortschritt. Charité-Sprecher Uwe Dolderer erklärte gegenüber dem Berliner Kurier, dass bei der Modernisierung des Bettenhaus Mitte bereits eine Mobilfunk-Inhouseversorgung eingebaut wurde. Störungen der Technik seien dadurch fast auszuschließen. Trotzdem sollten Patienten Rücksprache mit ihrem behandelnden Arzt halten, ob das Surfen ihre Genesung nicht beeinträchtige.

In den Helios-Kliniken ist sogar den Patienten auf der Intensivstation – sofern sie ansprechbar und orientiert sind – das Surfen gestattet. „Unsere Patienten können im Großteil der Klinik wie den Zimmern, der Cafeteria oder den Wartebereichen ihr Smartphone wie gewohnt benutzen. Ausgenommen ist der OP.“, so der Klinikleiter der Spandauer Havelklinik Bejamin-Hagen Mahlo. Einige wenige Kliniken benutzen interne Apps, die den Gesundheitszustand erfassen oder dem Patienten Informationen zu einem speziellen Thema anbieten.

Quelle: kma